PeerBerry
Unsere Einschätzung
PeerBerry bündelt kurzlaufende Konsumkredite mit Rückkaufgarantie: Gerät ein Kredit in Verzug, kauft der Kreditgeber ihn samit aufgelaufenen Zinsen zurück. Das klingt nach Sicherheit — und funktioniert in der Praxis bislang verlässlich.
Entscheidend ist jedoch das Kleingedruckte: Eine Rückkaufgarantie ist nur so belastbar wie der Kreditgeber, der sie gibt. Da viele Kredite aus derselben Unternehmensgruppe stammen, entsteht ein Klumpenrisiko. Hohe Renditen sind hier die Kompensation für genau dieses Gegenparteirisiko — Einlagenschutz gibt es nicht.
Stärken
- Attraktive zweistellige Zielrenditen bei kurzen Laufzeiten
- Rückkaufgarantie der Kreditgeber bei Zahlungsverzug
- Gruppen-Garantie der Aventus/Gofingo-Gruppe für viele Kredite
Schwächen
- Rückkaufgarantie ist nur so stark wie der dahinterstehende Kreditgeber
- Klumpenrisiko: viele Kredite stammen aus derselben Unternehmensgruppe
- Keine eigenständige EU-Regulierung; kein Einlagenschutz
Risikoprofil: mittel-hoch
Häufige Fragen
Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite bei PeerBerry?
PeerBerry bietet im Schnitt ca. 11,0 % p. a. Bruttorendite. Die hohe Zielrendite spiegelt das Gegenparteirisiko wider — eine Rückkaufgarantie ersetzt keinen Einlagenschutz.
Ist PeerBerry reguliert?
Nein, PeerBerry ist nicht eigenständig EU-reguliert. Es gibt keine Wertpapierfirmen-Lizenz oder ECSP-Zulassung. Das ist ein relevantes Risiko, das Anleger einkalkulieren sollten.
Gibt es bei PeerBerry einen Zweitmarkt?
Nein, PeerBerry bietet aktuell keinen Zweitmarkt. Investiertes Kapital bleibt bis zur Rückzahlung gebunden, sofern kein Rückkauf greift.
Für wen eignet sich PeerBerry?
PeerBerry eignet sich für erfahrenere Anleger, die kurze Laufzeiten (1–12 Monate) und hohe Zielrenditen suchen und das Klumpen- sowie Gegenparteirisiko einer Unternehmensgruppe bewusst eingehen.