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InSoil Erfahrungen

B · 7,0
Am besten fürBesicherte Agrarkredite
ECSP-reguliertBesichert: Land & MaschinenKein Buyback, langsame Verwertung
Zuletzt aktualisiert:
Zur Plattform
8,0 %
Ø Nettorendite p. a.
2020
Gegründet
mittel-hoch
Risikoprofil

Bewertung im Detail

Datenlage: gut · Stand 19.06.2026
Sicherheit & Regulierung30 %
8,0
Transparenz25 %
8,0
Track Record & Stabilität20 %
6,0
Rendite & Konditionen15 %
5,0
Anlegerfreundlichkeit & Liquidität10 %
6,0

Wie wir bewerten

Unsere Einschätzung

InSoil (vormals HeavyFinance) ist eine litauische P2P-Plattform für besicherte Agrarkredite: Anleger finanzieren europäische Landwirte, deren Darlehen mit Agrarland oder Maschinen besichert sind. P2P-Investments.de bewertet InSoil mit B (7,0/10) bei guter Datenlage. Die echten Stärken sind eine verifizierte ECSP-Lizenz der Bank of Lithuania, real besicherte Kredite und eine ungewöhnlich offene Portfolio-Statistik. Der wichtigste Vorbehalt: Es gibt keine Rückkaufgarantie, ein erheblicher Teil des Portfolios ist zeitweise in der Abwicklung von Ausfällen gebunden, und die portfolioweit realisierte Nettorendite liegt deutlich unter den beworbenen Zinsen. Wie wir zu dieser Note kommen, erklärt unsere Bewertungsmethodik.

Was ist InSoil und für wen lohnt sich die Plattform?

InSoil ist auf ein einziges Segment spezialisiert: Kredite an kleine und mittlere Agrarbetriebe in Litauen, Lettland, Polen, Portugal und Bulgarien. Anders als bei den großen Konsumkredit-Marktplätzen sind die meisten Darlehen mit realen Sicherheiten unterlegt — erstrangige Pfandrechte an Agrarland oder Landmaschinen. Die Mindestanlage liegt bei 100 € je Kredit, investiert wird in Euro, und für das Investieren selbst fallen keine Gebühren an.

Die Plattform hieß bis 2025 HeavyFinance und positioniert sich seither als Klimafinanz-Marke: Neben klassischen Agrarkrediten gibt es zinslose „Green Loans", deren Rückfluss aus dem späteren Verkauf von CO₂-Zertifikaten kommen soll. InSoil passt zu Anlegern, die besicherte Realwerte und ein konkretes, sinnstiftendes Thema suchen und die im Gegenzug eine eingeschränkte Liquidität und lange Verwertungszeiten in Kauf nehmen. Wer dagegen breite Streuung über viele Kreditarten und eine Rückkaufgarantie erwartet, ist bei Mintos oder anderen Marktplätzen besser aufgehoben.

InSoil-Primärmarkt mit drei offenen Agrarkrediten aus Polen und Litauen: Rendite ab 11,7-13,8 %, Rating B bis A, Laufzeiten 36-48 Monate, Beleihung bis 56 %
Der InSoil-Primärmarkt: offene Agrarkredite mit Zins, Rating, Laufzeit und Beleihungsquote (LTV) auf einen Blick (Stand Juli 2026).

Wie funktioniert InSoil?

InSoil ist als Crowdfunding-Dienstleister nach der EU-weiten ECSP-Verordnung lizenziert. Betreiber ist die UAB Heavy Finance (Vilnius), die Lizenz Nr. LB002201 wurde am 14. Juli 2023 von der Bank of Lithuania erteilt — InSoil war die erste litauische Plattform mit dieser Lizenz. Rechtlich erwirbt man eine Kreditforderung gegen den jeweiligen Agrarbetrieb; die Zahlungen laufen über ein auf den Anleger lautendes, getrennt geführtes Konto beim regulierten Zahlungsdienstleister Lemonway. Diese Geldtrennung schirmt das Anlegerkapital bei einer Insolvenz der Plattform strukturell ab.

Der entscheidende Unterschied zu rückkaufbasierten Plattformen: InSoil vergibt direkt an Landwirte und sichert die Kredite mit realen Pfandrechten ab, statt eine Rückkaufgarantie zu geben. Fällt ein Kredit aus, springt also kein Originator ein, der die Forderung zurückkauft — stattdessen wird die hinterlegte Sicherheit verwertet. Dieser Mechanismus prägt die Rendite stärker als bei den meisten Plattformen; was er konkret bedeutet, erklären wir weiter unten in einem eigenen Abschnitt. Investiert wird manuell oder über ein konfigurierbares Auto-Invest mit Filtern nach Zins, Laufzeit, Rating (A–D), Beleihung, Land und Sicherheitenart. Wer vorzeitig aussteigen will, nutzt den Sekundärmarkt (1 % Gebühr) — dessen Liquidität ist allerdings begrenzt.

Was für Kredite gibt es bei InSoil?

Den Kern bilden besicherte Agrarkredite: rund 40 % über Agrarland, etwa die Hälfte über Landmaschinen und Equipment, der Rest über sonstige Sicherheiten. Die Beleihungsgrenzen liegen nach übereinstimmenden Reviews bei rund 90 % (Land) und 70 % (Maschinen), die Sicherheiten sind in der Regel erstrangig. Bei einem Teil der litauischen Kredite kommt eine Garantie des staatlichen Agricultural Credit Guarantee Fund hinzu, die bis zu 80 % des Kapitals im Ausfall abdeckt — eine zusätzliche, harte Absicherung, die es bei klassischen Konsumkredit-Plattformen nicht gibt. Die Bruttozinsen reichen von 11,6 bis 22,3 % (gewichtet rund 13 %), die Laufzeiten von 11 bis 48 Monaten (im Schnitt etwa 35). Es handelt sich um endfällige Kredite: Zinsen werden laufend gezahlt, das Kapital am Laufzeitende.

Daneben gibt es die Green Loans: zinslose Darlehen für regenerative Landwirtschaft, deren Rendite nicht aus Zinsen, sondern aus dem späteren Verkauf von CO₂-Zertifikaten stammen soll. Das ist das ambitionierteste und zugleich spekulativste Produkt: Die Erträge hängen von künftigen Carbon-Märkten und langen Zeiträumen ab und sind nicht klassisch besichert. Für Anleger heißt das: Investierbar ist meist etwas, weil InSoil stetig neue Kredite anbahnt — aber das Angebot ruht auf einem einzigen Sektor (Landwirtschaft) und wenigen Ländern, und die Performance schwankt deutlich nach Markt: Lettland läuft laut Plattform sehr gut, Portugal mit einem hohen Anteil überfälliger Kredite klar schlechter.

InSoil-Kreditdetailseite eines Agrarkredits: Landwirt in Polen mit 250 ha Ackerland als Sicherheit, Rendite ab 11,7 %, Rating B+, 48 Monate Laufzeit, 56 % Beleihung, mit Umsatz- und Bilanzangaben des Betriebs
Ein einzelnes InSoil-Kreditprojekt: Sicherheiten, Rendite, Rating und Geschäftszahlen des finanzierten Agrarbetriebs auf einen Blick.

Besichert statt Rückkauf: Was das für deine Rendite bedeutet

Die wichtigste Besonderheit von InSoil verdient eine eigene Erklärung, weil sie die Rendite stärker prägt als bei den meisten Plattformen. Bei rückkaufbasierten Anbietern wie Mintos oder PeerBerry kauft ein Originator einen ausgefallenen Kredit nach kurzer Frist (meist 60 Tage) zurück — du bekommst Kapital und Zinsen und kannst sofort wieder anlegen. InSoil gibt diese Zusage bewusst nicht. Stattdessen steht hinter jedem Kredit eine reale Sicherheit (Land, Maschinen, bei einem Teil zusätzlich die Staatsgarantie). Zahlt ein Landwirt nicht, wird diese Sicherheit verwertet: InSoil treibt die Forderung ein, verwertet im Ernstfall das Pfand oder ruft die Garantie ab. „Verwertung" meint also den oft langwierigen Prozess, aus einer notleidenden Forderung über die Sicherheit wieder Geld zu machen — an die Stelle der schnellen Rückkaufzahlung tritt hier ein Eintreibungs- und Verwertungsverfahren.

Genau deshalb bleibt die realisierte Rendite hinter den beworbenen Zinsen zurück. Der Effekt läuft über zwei Kanäle:

  • Zeit statt Verlust. Eine Verwertung dauert laut Plattform im Schnitt rund 250 Tage. So lange ist dein Geld im ausgefallenen Kredit gebunden: Es ist meist nicht verloren — die Sicherheit deckt es in der Regel ab, und bisher wurde nach übereinstimmenden Berichten kein Kredit mit Verlust abgeschrieben —, aber es arbeitet nicht und bringt in dieser Zeit keine Rendite. Da zu jedem Zeitpunkt rund 18–20 % des Portfolios verspätet oder in Abwicklung sind, liegt ein spürbarer Teil deines Kapitals dauerhaft brach.
  • Cash Drag beim Anlegen. Zinsen laufen erst, wenn ein Kredit vollständig finanziert ist (bzw. 16 Werktage nach Vollfinanzierung); freies Geld zwischen zwei Investments verdient nichts.

Beides zusammen drückt die portfolioweite Nettorendite deutlich unter den Kuponzins. Während vollständig zurückgezahlte Kredite zuletzt im Schnitt 15,56 % erzielten, kommen unabhängige Auswertungen für ein gesamtes Portfolio auf weniger: Der P2P-Investor Jean Galea beziffert seine eigene realisierte Rendite auf 7,84 %, eine von rethink-p2p zitierte Analyse von BeyondP2P schätzt die effektive Nettorendite sogar auf rund 4,5 %. Realistisch liegt sie also eher bei 5 bis 8 % als bei den beworbenen rund 13 %. Das ist überwiegend ein Zeit-, kein Totalverlustproblem: Wer Geduld mitbringt und nicht auf schnelle Liquidität angewiesen ist, kann am Ende näher an den höheren Werten landen, sobald Verwertungen abgeschlossen sind — garantiert ist das aber nicht.

Wie wir InSoil bewerten

Wir bewerten fünf Kriterien mit festen Gewichten. Die sichtbare Aufschlüsselung oben fasst die Punkte zusammen; hier die Begründung mit Belegen (Stand Juni 2026).

Sicherheit & Regulierung (8/10). Das stärkste Kriterium. InSoil ist ECSP-lizenziert und untersteht der Bank of Lithuania — eine echte EU-Finanzaufsicht mit Vermögenstrennung über Lemonway. Vor allem aber sind die Kredite real besichert: erstrangige Pfandrechte an Land und Maschinen, bei einem Teil zusätzlich die 80-%-Staatsgarantie. Damit hängt der Schutz nicht an der Bilanz eines einzelnen Garantiegebers, sondern an verwertbaren Realwerten. Kein voller Punktwert, weil es keine Rückkaufgarantie gibt, die Verwertung langsam und über einen vollständigen Konjunkturzyklus noch nicht durchgetestet ist, und die Green/Carbon-Kredite nicht klassisch besichert sind.

Transparenz (8/10). Hier gehört InSoil zu den offensten Plattformen am Markt. Die monatlichen Portfolio-Reviews zeigen Recovery-Quoten je Jahres-Kohorte, Performance je Rating-Klasse und je Land — eine Granularität, die die meisten Anbieter nicht liefern. Eigentümer und Management (CEO Laimonas Noreika, zuvor FinBee) sind namentlich bekannt, die Gebühren vollständig offengelegt, und Geschäftszahlen werden jährlich publiziert.

InSoil-Statistikseite mit Kennzahlen: 108,8 Mio. € Gesamtinvestition, 13 % gewichteter Zins, 57,6 Mio. € zurückgezahltes Kapital, sowie einem Wachstumsdiagramm der kumulierten Kreditvergabe seit Juni 2020
Die InSoil-Statistikseite: kumulierte Kreditvergabe von rund 109 Mio. € und bereits 57,6 Mio. € zurückgezahltem Kapital (Stand Juli 2026).

Abzug, weil ein unabhängig testierter Abschluss der operativen Gesellschaft öffentlich nicht eindeutig belegt ist und die Schlagzeile „bis zu 14 %" deutlich über der realisierten Nettorendite liegt — auch wenn InSoil die Daten, die das zeigen, selbst offenlegt.

Track Record & Stabilität (6/10). Gemischt. InSoil verwaltet seit Juni 2020 Anlegergeld, hat rund 85–90 Mio. € vermittelt, über 15.000 Anleger und ein wachsendes Volumen. Die Agrarkrise ab 2022 (Krieg, Input-Kosten, Zinswende) hat die Plattform durchlaufen und transparent kommuniziert — Auszahlungen liefen weiter, Recovery-Fortschritte werden monatlich offengelegt, und 2023 kehrte die Gesellschaft mit rund 0,375 Mio. € Gewinn (nach ~1,1 Mio. € Verlust 2022) in die Gewinnzone zurück. Das ist ein Pluspunkt. Gegenläufig wiegt schwer, dass die Krise einen großen, noch nicht abgewickelten Überhang hinterlassen hat: rund 18–20 % des Portfolios stehen verspätet oder in Verwertung, die Historie ist erst knapp fünf Jahre lang, der Zyklus noch nicht abgeschlossen, und das Geschäft hängt an einem einzigen Sektor.

Rendite & Konditionen (5/10). Die Bruttozinsen sind hoch und transparent belegt, anlegerseitige Gebühren gering. Den Ausschlag gibt der oben erläuterte Abstand zwischen beworben und real: Cash Drag und die lange Abwicklung von Ausfällen drücken die portfolioweite Nettorendite auf geschätzt 5 bis 8 % — weit unter die beworbenen rund 13 %. Dass bislang kein Kredit mit Verlust abgeschrieben wurde, mildert das: Es ist überwiegend ein Zeit-, kein Totalverlustproblem. Mehr dazu im Wissensartikel Rendite und Risiken von P2P-Krediten.

Anlegerfreundlichkeit & Liquidität (6/10). Brauchbar, mit mehreren Abstrichen. Positiv: 100 € Mindestanlage, ein konfigurierbares Auto-Invest, gebührenfreie Ein- und Auszahlungen und ein Sekundärmarkt. Dem stehen echte Hürden gegenüber: Die Liquidität am Zweitmarkt ist bei langen Laufzeiten und ohne Buyback begrenzt, es werden 15 % litauische Quellensteuer einbehalten (auf 10 % via DAS-1 reduzierbar), ein für die deutsche Steuererklärung fertiger Jahresreport fehlt noch, und eine eigene deutschsprachige Oberfläche ist nicht ausgewiesen.

Datenlage und offene Punkte

Unsere Note beruht auf 23 von 25 Prüffragen, die sich aus belastbaren Quellen beantworten ließen — Datenlage: gut. Positiv: Die ECSP-Lizenz ist im Aufsichtsregister verifiziert, und InSoil legt Portfolio-, Recovery- und Gebührendaten ungewöhnlich detailliert offen. Offen bleiben zwei Punkte: Ein unabhängig testierter Jahresabschluss der operativen Gesellschaft ließ sich öffentlich nicht eindeutig bestätigen, und aktuelle Geschäftszahlen für 2024 liegen nicht vor. Das größte reale Risiko ist nicht die Struktur, sondern die Performance: Solange rund ein Fünftel des Portfolios in der Abwicklung von Ausfällen steht, bleibt die tatsächlich realisierte Nettorendite deutlich hinter den Schlagzeilen zurück — und ob die Green/Carbon-Kredite ihre in Aussicht gestellten Erträge liefern, ist mangels abgeschlossener Zyklen noch nicht belegbar.

Für wen eignet sich InSoil?

InSoil passt zu Anlegern, die besicherte Realwerte einer reinen Rückkaufzusage vorziehen, das Agrar- und Klimathema bewusst suchen und mit langen Laufzeiten, begrenzter Liquidität und langen Rückflüssen bei Ausfällen umgehen können. Wer P2P ohnehin nur als kleine, breit gestreute Beimischung nutzt und Wert auf Regulierung und reale Sicherheiten legt, findet hier ein seriös aufgestelltes, ungewöhnlich transparentes Angebot. Wer dagegen kurze Laufzeiten, schnelle Liquidität, eine Rückkaufgarantie oder eine planbar hohe Nettorendite erwartet, wird enttäuscht — die hohen beworbenen Zinsen kommen netto nur teilweise an, und Geld kann hier länger gebunden sein als gedacht. P2P bleibt eine Risikoanlage: Investiere nur Geld, dessen zeitweisen Ausfall du verschmerzen kannst, und streue über mehrere Plattformen und Segmente. Die Grundlagen dazu erklärt unser Wissensartikel P2P-Kredite: Grundlagen.

Stärken

  • ECSP-Lizenz der Bank of Lithuania (verifiziert, Nr. LB002201) und real besicherte Kredite: erstrangige Sicherheiten an Agrarland und Maschinen, bei einem Teil der litauischen Kredite zusätzlich eine 80-%-Staatsgarantie
  • Ungewöhnlich transparent: monatliche Portfolio-Reviews mit Recovery je Kohorte, Rating-Klasse und Land; gebührenarm (kein Investitionsentgelt, nur 1 % Zweitmarkt)
  • Sinnstiftende, besicherte Agrar- und Klimafinanzierung; nach Plattformangaben wurde bislang kein Kredit mit Verlust abgeschrieben

Schwächen

  • Keine Rückkaufgarantie und rund 18–20 % des Portfolios in langsamer Verwertung (durchschnittlich etwa 250 Tage) — Kapital kann lange gebunden sein
  • Große Lücke zwischen beworbenen ~13 % Zins und der portfolioweit realisierten Nettorendite (unabhängige Schätzungen ~5–8 %) durch Cash Drag und Verzug
  • Begrenzte Liquidität am Zweitmarkt, 15 % litauische Quellensteuer und noch kein deutscher Steuerreport; keine ausgewiesene deutschsprachige Oberfläche; Profitabilität erst seit 2023

Risikoprofil: mittel-hoch

Geeignet als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Investiere nur einen Teil deines Kapitals und streue zusätzlich über mehrere Plattformen. Die Inhalte auf dieser Seite dienen lediglich der Information und stellen keine Anlageberatung dar.

Häufige Fragen

Ist InSoil seriös und reguliert?

Ja. Betreiber ist die UAB Heavy Finance aus Vilnius, die seit Juli 2023 eine ECSP-Crowdfunding-Lizenz der Bank of Lithuania hält (Nr. LB002201) und dort als aktiv beaufsichtigt geführt wird. Anlegergelder werden über den regulierten Zahlungsdienstleister Lemonway getrennt verwahrt. InSoil ist der 2025 eingeführte neue Markenname der bisherigen Plattform HeavyFinance.

Wie hoch ist die Rendite bei InSoil?

Die Kredite tragen Bruttozinsen von rund 11,6 bis 22,3 % (gewichtet ~13 %), und vollständig zurückgezahlte Kredite erzielten zuletzt im Schnitt 15,56 %. Portfolioweit liegt die realisierte Nettorendite aber deutlich darunter — unabhängige Schätzungen nennen rund 5 bis 8 %. Grund sind Verzug und Cash Drag: Ein erheblicher Teil des Portfolios steckt in langsamer Verwertung, und Kapital bleibt zeitweise gebunden.

Wie sicher sind die Kredite bei InSoil — gibt es eine Rückkaufgarantie?

Eine Rückkaufgarantie gibt es nicht. Stattdessen sind die Kredite real besichert: erstrangige Sicherheiten an Agrarland (Beleihung bis ~90 %) oder Landmaschinen (bis ~70 %); bei einem Teil der litauischen Kredite deckt zusätzlich der staatliche Agricultural Credit Guarantee Fund bis zu 80 % des Kapitals im Ausfall ab. Fällt ein Kredit aus, läuft die Verwertung der Sicherheiten — das dauert im Schnitt rund 250 Tage.

Wie werden InSoil-Erträge in Deutschland versteuert?

Litauen behält automatisch 15 % Quellensteuer auf Zinserträge ein; über das Formular DAS-1 lässt sich der Satz auf 10 % senken (Doppelbesteuerungsabkommen). Die Erträge gehören in Deutschland in die Anlage KAP; die einbehaltene Quellensteuer wird dort als anrechenbare ausländische Steuer eingetragen. Einen klassischen, für die deutsche Steuererklärung fertigen Jahresreport bietet InSoil noch nicht — Daten müssen manuell exportiert werden.

InSoil vs. Mintos — welche Plattform ist besser?

Das sind zwei grundverschiedene Anlagen. Mintos ist ein breit gestreuter, MiFID-regulierter Kreditmarktplatz mit Hunderten Originatoren, überwiegend unbesicherten Konsumkrediten mit Rückkaufgarantie und einer realisierten Rendite um 11 %. InSoil ist ein ECSP-regulierter Spezialist für besicherte Agrarkredite ohne Buyback, bei dem die Sicherheit aus realen Pfandrechten statt aus einer Rückkaufzusage kommt — dafür mit langsamer Verwertung und niedrigerer realisierter Nettorendite. Wer breite Streuung und Liquidität will, ist bei Mintos besser aufgehoben; wer besicherte Realwerte sucht, bei InSoil. Mehr im Plattform-Vergleich.

InSoil vs. EstateGuru — welche Plattform ist besser für besicherte Kredite?

Beide finanzieren real besicherte Kredite ohne Rückkaufgarantie und wickeln Ausfälle über die Verwertung von Sicherheiten ab — EstateGuru über Immobilien, InSoil über Agrarland und Maschinen. Beide sind ECSP-reguliert und sehr datenoffen. Der Unterschied liegt im Track Record: Bei EstateGuru stehen über 60 % des Portfolios im Recovery (Verwertung teils über Jahre), bei InSoil rund 18–20 %. InSoil steht hier aktuell besser da, ist aber jünger. Details im Plattform-Vergleich.

Wie kann ich über InSoil in Agrar- und Landwirtschaftskredite investieren?

Auf InSoil investierst du ab 100 € je Kredit in besicherte Darlehen an europäische Agrarbetriebe — manuell oder über ein konfigurierbares Auto-Invest (Filter nach Zins, Laufzeit, Rating, Beleihung, Land und Sicherheitenart). Agrarkredite sind ein Nischensegment: Die zweite spezialisierte Plattform ist Lande. Da beide stark auf einen einzigen Sektor konzentriert sind, gehört Landwirtschaft ins Depot nur als kleine, breit gestreute Beimischung. Ein Überblick im Plattform-Vergleich.