Crowdpear Erfahrungen
Bewertung im Detail
- Sicherheit & Regulierung30 %
- 7,0
- Transparenz25 %
- 8,0
- Track Record & Stabilität20 %
- 6,0
- Rendite & Konditionen15 %
- 7,0
- Anlegerfreundlichkeit & Liquidität10 %
- 6,0
Unsere Einschätzung
Crowdpear ist der regulierte Immobilien-Ableger des Teams hinter PeerBerry: Anleger finanzieren ab 100 € immobilienbesicherte Geschäftskredite und erhalten dafür quartalsweise Zinsen. P2P-Investments.de bewertet Crowdpear mit der Note B (7,0/10) - überdurchschnittlich für unser Feld. Die Gründe: eine echte EU-Lizenz, testierte und profitable Geschäftszahlen und erstrangige Grundpfandrechte als Sicherheit. Was die Note deckelt, ist die kurze Historie - die Plattform ist erst seit Januar 2023 am Markt und hat noch keinen echten Abschwung durchlebt. Wie wir zu dieser Einordnung kommen, zeigt unsere Bewertungsmethodik.
Was ist Crowdpear und für wen lohnt sich die Plattform?
Crowdpear ist eine litauische Crowdfunding-Plattform für immobilienbesicherte Geschäftskredite: Unternehmen finanzieren über die Plattform Bau- und Brückenprojekte, und die geliehene Summe ist mit einer erstrangigen Hypothek auf die dahinterstehende Immobilie abgesichert. Investiert wird ab 100 € je Projekt, die Zinsen liegen im Schnitt bei rund 10,6 %, ausgezahlt wird quartalsweise. Ein Zweitmarkt für den vorzeitigen Ausstieg ist vorhanden, ein Auto-Invest dagegen nicht - jede Anlage wählt man selbst aus.
Interessant ist die Plattform vor allem für Anleger, die besicherte Immobilienkredite einer regulierten Plattform beimischen wollen und dabei Wert auf geprüfte Geschäftszahlen legen. Wer eine breite, automatisierte Streuung über Hunderte Kredite sucht, ist hier weniger richtig: Das Angebot ist bewusst kuratiert und zeitweise knapp.
Wie funktioniert Crowdpear?
Crowdpear vergibt keine eigenen Kredite und arbeitet auch nicht mit einem breiten Netzwerk externer Kreditanbahner wie ein klassischer Marktplatz. Stattdessen prüft die Plattform einzelne Immobilienprojekte, stellt sie online und bündelt das Kapital vieler Anleger zu einem Kredit an den Projektträger. Rechtlich erwirbt man dabei eine abgetretene Forderung aus diesem Kredit - kein direktes Darlehen und kein Miteigentum an der Immobilie. Als ECSP-Dienstleister muss Crowdpear Anlegergelder getrennt vom eigenen Betriebsvermögen halten; die Anlage ist aber nicht durch die Einlagensicherung gedeckt.
Der entscheidende Unterschied zu vielen baltischen P2P-Plattformen: Es gibt keine Rückkaufgarantie. Unter der litauischen ECSP-Aufsicht sind solche "Garantien" nicht zulässig, weil sie eine Sicherheit suggerieren, die tatsächlich an der Bonität eines einzelnen Garantiegebers hängt. An ihre Stelle tritt eine erstrangige Hypothek auf die finanzierte Immobilie: Fällt ein Kredit aus, wird die Sicherheit verwertet, und der Erlös fließt vorrangig an die Anleger. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf liegt laut Plattform bei rund 58 %, neue Kredite werden bis maximal 80 % LTV vergeben - es steckt also ein Eigenkapitalpuffer des Kreditnehmers zwischen dem Kredit und einem möglichen Wertverlust der Immobilie. Erstrangig heißt dabei: Im Verwertungsfall werden die Crowdpear-Anleger vor nachrangigen Gläubigern aus dem Erlös bedient - ein realer Vorteil gegenüber unbesicherten Konsumkrediten. Der Haken bleibt: Eine Verwertung braucht Zeit, und wie werthaltig eine litauische Projektimmobilie in einem Abschwung tatsächlich ist, musste sich mangels Krise noch nicht beweisen.
Die zweite Besonderheit ist die Herkunft: Crowdpear stammt aus dem Umfeld von PeerBerry und der Aventus-Gruppe, wurde aber als eigenständige, ECSP-lizenzierte Gesellschaft aufgesetzt. Das bringt ein erfahrenes Team mit - schafft aber auch ein Klumpenrisiko, auf das wir unten zurückkommen.
Was für Kredite gibt es bei Crowdpear?
Auf der Plattform liegen fast ausschließlich Immobilienprojekte in Litauen - überwiegend Bau- und Entwicklungsfinanzierungen sowie Brückenkredite an kleinere Projektträger, im Schnitt rund 93.000 € pro Kredit. Die Laufzeiten liegen meist bei 12 bis 18 Monaten mit endfälliger Rückzahlung (Bullet), die Zinsen werden quartalsweise ausgeschüttet. Jedes Projekt ist mit einer erstrangigen Hypothek besichert, die Konditionen (Zins, LTV, Laufzeit, Objekt) stehen vor der Anlage transparent im Projektdatenblatt.
Ein typisches Angebot sieht so aus: ein Wohn- oder Gewerbebau in oder um Vilnius, Laufzeit 12 bis 18 Monate, Verzinsung im Bereich von etwa 10 bis 12 %, besichert durch eine erstrangige Hypothek auf Grundstück und Bestand, mit einem Beleihungsauslauf meist unter 70 %. Wer ein Projekt zeichnet, bindet sein Kapital also gezielt an ein einzelnes, benanntes Objekt - anders als bei einem Pool-Modell, das viele Kredite vermischt. Das erhöht die Kontrolle, verlangt aber auch, dass man selbst über mehrere Projekte streut.
Ein Punkt, den viele Nutzer nennen: Das Kreditangebot ist begrenzt. Weil Crowdpear jedes Projekt einzeln prüft und bewusst kuratiert, sind gute Projekte oft schnell ausfinanziert - frisches Kapital liegt dann zeitweise unverzinst auf dem Konto (Cash Drag). Für eine breite Streuung über viele Kredite braucht man hier mehr Geduld als auf einem großen Marktplatz.
Wie wir Crowdpear bewerten
Am stärksten schneidet Crowdpear bei der Transparenz ab, am zurückhaltendsten beim Track Record - kein Widerspruch, sondern der Zustand einer noch jungen, aber sauber geführten Plattform. Im Detail (Stand Juli 2026):
Sicherheit & Regulierung (7/10). Die UAB Crowdpear hält eine im Register der Bank von Litauen verifizierbare ECSP-Lizenz (Unternehmenscode 305888586, erteilt Juli 2023). Die Kredite sind mit erstrangigen Grundpfandrechten auf litauische Immobilien besichert, der durchschnittliche Beleihungsauslauf liegt bei rund 58 %. Anlegergelder werden getrennt gehalten. Was die Note bremst: Es gibt keine Rückkaufgarantie, der Selbstbehalt der Projektträger ist nicht beziffert offengelegt, und die Werthaltigkeit der Sicherheiten ist in einem echten Immobilienabschwung noch nicht erprobt.
Transparenz (8/10). Das ist die klare Stärke. Crowdpear veröffentlicht testierte Jahresabschlüsse - etwas, das vielen baltischen P2P-Plattformen fehlt - und weist auf einer öffentlichen Statistikseite Volumen, Durchschnittsrendite, LTV, Recovery-Quote und die Ausfallquote je Jahrgang aus. Eigentümer und Management sind namentlich bekannt, das Gebührenmodell ist klar. Das öffentliche Dashboard schlüsselt sogar das gesamte Kreditbuch nach Status auf - von den bislang 50,8 Mio. € Finanzierungsvolumen sind rund 58 % bereits zurückgezahlt und nur 0,57 % überfällig, weitere 4,52 % stecken in der aktiven Verwertung. Zum Höchstwert fehlt vor allem die Detailtiefe je Projekt und schlicht mehr Historie.
Track Record & Stabilität (6/10). Crowdpear ist seit Januar 2023 mit Anlegergeld aktiv - rund dreieinhalb Jahre, 50,8 Mio. € kumuliert finanziert, gut 11.000 Anleger. Die Betreibergesellschaft war früh profitabel (2024 testierter Nettogewinn 152.126 €), und bislang hat kein Anleger Kapital verloren; selbst der schwächere Jahrgang 2023 (8 % Ausfallquote) wurde über die Verwertung der Sicherheiten aufgefangen. Das ist ein solider Start - aber eben ein Start. Ein vollständiger Zyklus steht als Härtetest noch aus.
Rendite & Konditionen (7/10). Die realisierte Durchschnittsrendite von 10,6 % ist für erstrangig besicherte Immobilienkredite risikoadjustiert angemessen - kein auffälliger Hochzins, der ein Warnsignal wäre. Die beworbenen "bis 14 %" markieren das obere Ende einzelner Projekte, nicht den Schnitt. Der Primärmarkt ist gebührenfrei; spürbar sind die 15 % litauische Quellensteuer (in Deutschland grundsätzlich anrechenbar) und der zeitweise Cash Drag. Wie Rendite und Risiko bei P2P zusammenhängen, ordnet unser Wissensartikel Rendite und Risiken von P2P-Krediten ein.
Anlegerfreundlichkeit & Liquidität (6/10). Die niedrige Mindestanlage von 100 € und ein vorhandener Zweitmarkt (2 % Verkaufsgebühr) sprechen für die Plattform. Gegenläufig wirken das fehlende Auto-Invest - jede Anlage erfolgt manuell -, die überwiegend englische Oberfläche und das zeitweise knappe Kreditangebot, das eine breite Streuung erschwert.
Datenlage und offene Punkte
Die größte offene Frage bei Crowdpear ist nicht die Regulierung oder die Zahlen - die sind gut belegt -, sondern der Praxistest des Sicherungsmodells in einem echten Immobilienabschwung. Insgesamt ließen sich 16 von 25 Prüffragen aus belastbaren Quellen (Aufsichtsregister, testierte Abschlüsse, Plattformstatistik) beantworten, Datenlage: mittel. Neben dem noch ausstehenden Abschwung-Test bleiben der bezifferte Selbstbehalt der Projektträger und die Detailtiefe der Ausfall- und Recovery-Daten je Projekt offen. Diese Punkte prüfen wir bei der nächsten Aktualisierung erneut.
Crowdpear Erfahrungsberichte aus der P2P-Community
Crowdpear ist eine kleinere, noch junge Plattform - die Resonanz in den Foren ist entsprechend überschaubar, aber vorhanden. Auf P2P Dash verknüpfen rund 80 Anleger ihre echten Depots; die über 62 ausgewertete Portfolios getrackte Median-Netto-Rendite (XIRR) liegt dort bei etwa 11,9 % und damit sogar über der von der Plattform ausgewiesenen Durchschnittsrendite von 10,6 %. Der berichtete Cash Drag von rund 3,3 % im Median deckt sich mit dem, was Anleger als knappes Angebot beschreiben.
Gelobt werden vor allem drei Dinge: die klare Regulierung samt testierter Abschlüsse, die reibungslose Rückzahlung inklusive erfolgreicher Verwertung bei den wenigen Problemkrediten und die einfache, aufgeräumte Oberfläche. Kritisiert werden regelmäßig das begrenzte Projektangebot (und damit der Cash Drag), das fehlende Auto-Invest und die litauische Quellensteuer, die den Nettoertrag schmälert.
Unterm Strich zeichnet die Community dasselbe Bild wie unsere Analyse: eine seriös geführte, transparente Plattform mit solider Rendite, deren größte Alltagsschwäche das knappe Angebot ist - und deren größte offene Frage der noch ausstehende Praxistest im Abschwung bleibt. Einzelne Erfahrungsberichte sind allerdings kein Beleg für belastbare Renditen und ersetzen weder breite Streuung noch die eigene Prüfung.
Für wen eignet sich Crowdpear?
Crowdpear passt zu Anlegern, die gezielt besicherte Immobilienkredite einer regulierten Plattform beimischen wollen und dabei geprüfte Geschäftszahlen schätzen. Wer bereit ist, Projekte selbst auszuwählen und mit einem zeitweise knappen Angebot zu leben, bekommt hier ein reguliertes, gut dokumentiertes Angebot mit echter Besicherung. Weniger geeignet ist die Plattform für Einsteiger, die eine automatisierte Rundum-Streuung per Auto-Invest suchen, oder für Anleger, die viel Kapital schnell anlegen wollen.
Zwei Dinge sollte man dabei realistisch sehen. Erstens die kurze Historie: Der Verlauf ist bislang sauber, aber ein echter Immobilienabschwung als Härtetest steht noch aus - also lieber klein anfangen und die Position über die Zeit aufbauen. Zweitens das enge Band zu PeerBerry und Aventus: Wer in beide Plattformen investiert, streut weniger, als die zwei Markennamen vermuten lassen. P2P bleibt eine Risikoanlage - anlegen sollte man nur Kapital, dessen Ausfall man verkraften kann, und es über mehrere Anbieter verteilen. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Wissensartikel zur Diversifikation von P2P-Krediten; die Grundlagen erklärt P2P-Kredite: Grundlagen.
Wer eine regulierte, besicherte Immobilien-Beimischung sucht, kann Crowdpear über den Investment-Link zunächst mit einem kleinen Betrag ausprobieren und das Angebot selbst prüfen, bevor mehr Kapital hineinfließt. Über P2P-Investments.de gibt es für die erste Investition ab 300 € innerhalb von 30 Tagen einen Bonus von 20 €. Wie sich die Plattform ins Marktumfeld einordnet, zeigt die Plattform-Übersicht.
Stärken
- ECSP-Lizenz der Bank von Litauen; erstrangig grundpfandrechtlich besicherte Immobilienkredite bei durchschnittlich rund 58 % Beleihungsauslauf
- Veröffentlicht testierte und profitable Jahresabschlüsse (2024 Nettogewinn 152.126 €) - bei P2P selten; bislang kein Kapitalverlust für Anleger
- Niedrige Mindestanlage ab 100 €, Zweitmarkt vorhanden, durchschnittlich 10,6 % realisierte Rendite
Schwächen
- Kurze Historie (erst seit Januar 2023) - noch kein vollständiger Immobilien- oder Zinszyklus durchlebt
- Kein Auto-Invest, überwiegend englische Oberfläche und zeitweise knappes Kreditangebot (Cash Drag)
- Keine Rückkaufgarantie; enge personelle und Eigentümer-Verzahnung mit PeerBerry und der Aventus-Gruppe (Klumpenrisiko); 15 % litauische Quellensteuer
Risikoprofil: mittel-hoch
Häufige Fragen
Ist Crowdpear seriös und reguliert?
Crowdpear wird von der UAB Crowdpear betrieben und hält seit dem 25. Juli 2023 eine Crowdfunding-Dienstleister-Lizenz (ECSP) der Bank von Litauen (Unternehmenscode 305888586, Autorisierungscode LB002204). Die Lizenz gilt EU-weit und ist im Aufsichtsregister verifizierbar; öffentliche Vorfälle oder Sanktionen sind nicht bekannt. Zusätzlich veröffentlicht Crowdpear testierte Jahresabschlüsse - bei P2P-Plattformen eher die Ausnahme.
Wie hoch ist die Rendite bei Crowdpear realistisch?
Die plattformeigene Durchschnittsrendite liegt bei rund 10,6 % p. a.; beworben werden bis zu 14 %. Von Anlegern auf P2P Dash getrackte Median-Renditen liegen bei rund 11,9 %. Realistisch sind also etwa 10-12 % vor Steuern - nach Abzug der 15 % litauischen Quellensteuer und zeitweisem Cash Drag durch begrenztes Kreditangebot entsprechend weniger.
Welche Sicherheiten bietet Crowdpear - und gibt es eine Rückkaufgarantie?
Eine Rückkaufgarantie (Buyback) gibt es nicht; unter der litauischen ECSP-Aufsicht sind solche Garantien nicht zulässig. Stattdessen sind die Kredite mit erstrangigen Grundpfandrechten auf litauische Immobilien besichert, bei einem durchschnittlichen Beleihungsauslauf von rund 58 % (maximal 80 %). Fällt ein Kredit aus, dient die Immobilie als Sicherheit - ein Puffer, der bislang jeden Ausfall ohne Anlegerverlust aufgefangen hat, in einem echten Abschwung aber noch nicht getestet wurde.
Welche Risiken hat Crowdpear?
Das Kernrisiko ist die kurze Historie: Crowdpear ist erst seit Januar 2023 aktiv und hat noch keinen vollständigen Immobilien- oder Zinszyklus durchlaufen. Ohne Rückkaufgarantie hängt der Schutz allein an der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten. Dazu kommt ein Personen- und Klumpenrisiko: Management und Eigentümer überschneiden sich stark mit PeerBerry und der Aventus-Gruppe, und der Fokus liegt auf litauischen Immobilienprojekten.
Welche Steuern und Gebühren fallen bei Crowdpear an?
Der Primärmarkt ist gebührenfrei; beim Verkauf über den Zweitmarkt fallen 2 % auf den Nennwert an, Käufer zahlen nichts. Litauen behält 15 % Quellensteuer auf die Zinserträge nicht-litauischer Privatanleger ein; über das deutsch-litauische Doppelbesteuerungsabkommen lässt sich der Satz mit einer Ansässigkeitsbescheinigung und dem Formular DAS-1 auf 10 % senken, und die gezahlte Quellensteuer ist in Deutschland grundsätzlich auf die Abgeltungsteuer anrechenbar. Wie das praktisch funktioniert, erklärt unser Wissensartikel zu den Steuern auf P2P-Kredite.
Wie kann ich bei Crowdpear die litauische Quellensteuer senken?
Beim Login weist Crowdpear darauf hin, dass sich die Quellensteuer über ein Doppelbesteuerungsabkommen reduzieren lässt - für in Deutschland steuerpflichtige Anleger greift dafür das deutsch-litauische Abkommen. Dazu besorgst du dir eine Ansässigkeitsbescheinigung deines Finanzamts und reichst sie zusammen mit dem litauischen Formular DAS-1 ein; damit sinkt der Einbehalt von 15 auf 10 %. Eine vollständige Befreiung ist das für deutsche Anleger nicht - die verbleibenden 10 % sind in Deutschland aber grundsätzlich auf die Abgeltungsteuer anrechenbar, sodass keine Doppelbesteuerung entsteht. Wichtig ist das Timing: Hinterlege die Nachweise, bevor die ersten Zinsen fließen, sonst holst du zu viel einbehaltene Steuer nur mühsam direkt in Litauen zurück. Die einzelnen Schritte erklärt unser Wissensartikel zu den Steuern auf P2P-Kredite.
Crowdpear vs. Mintos - welche Plattform ist besser?
Der Unterschied ist vor allem einer der Anlagephilosophie. Bei Mintos streust du automatisiert über Tausende Konsumkredite vieler Originatoren - MiFID-II-lizenziert, mit Auto-Invest und rund 11 % Rendite, dafür überwiegend unbesichert. Crowdpear geht den umgekehrten Weg: wenige, handverlesene Immobilienprojekte, die du selbst auswählst, jeweils mit erstrangiger Hypothek besichert und rund 10,6 % Rendite. Mintos punktet bei Breite und Automatik, Crowdpear bei Besicherung und geprüften Geschäftszahlen. Für die meisten Einsteiger ist Mintos der bequemere Einstieg; wer besicherte Einzelprojekte gezielt beimischen und den manuellen Aufwand nicht scheuen will, ist bei Crowdpear richtig. Ein direkter Blick lohnt im Plattform-Vergleich.
Crowdpear vs. InRento - welche P2P-Immobilienplattform ist besser?
Beide sind ECSP-lizenzierte Immobilienplattformen aus Litauen mit erstrangigen Hypotheken und ohne Buyback. Crowdpear (seit 2023) finanziert immobilienbesicherte Geschäftskredite ab 100 €, veröffentlicht testierte, profitable Abschlüsse und bietet einen Zweitmarkt, aber kein Auto-Invest. InRento (seit 2020) ist auf vermietete Bestandsimmobilien mit monatlichen Mieterträgen spezialisiert, hat aber eine höhere Mindestanlage (500 €) und keinen testierten Abschluss. Wer die niedrigere Einstiegshürde und geprüfte Geschäftszahlen priorisiert, ist bei Crowdpear besser aufgehoben; wer laufende Mieterträge sucht, bei InRento. Mehr im Plattform-Vergleich.
Wie hängen Crowdpear und PeerBerry zusammen?
Crowdpear ist eine Abspaltung aus dem PeerBerry-Umfeld: Zwei der drei Gesellschafter halten auch Anteile an PeerBerry, der dritte ist mit der Aventus-Gruppe verbunden, und Crowdpears Deputy CEO Arūnas Lekavičius ist zugleich PeerBerry-CEO. Beide Plattformen wurden aber bewusst getrennt, weil sie unterschiedliche Geschäftsmodelle bedienen: PeerBerry vermittelt kurzlaufende Konsumkredite mit Rückkaufgarantie, Crowdpear immobilienbesicherte Geschäftskredite unter eigener ECSP-Lizenz. Für Anleger heißt die enge Verzahnung vor allem eines: Wer in beide investiert, streut weniger, als die zwei Markennamen vermuten lassen.